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Reviews

The Shanes

Road Worrier


Info

Musikrichtung: Folk/Countryrock, Hardpolka

VÖ: 26.04.2013

(Sumo Rex / Broken Silence)

Gesamtspielzeit: 37:58

Internet:

http://www.shanes.de

Zuerst Auflösung verkündet und dann doch wieder nicht? Das letzte Shanes-Album Squandering youth sollte eigentlich das letzte sein. Aber schön, dass es sich die Trierer Band anders überlegt hat!

Und das „quasi Comeback“ zeigt, dass The Shanes doch noch etwas zu sagen haben. Allerdings klingen die Worte etwas anders als zuletzt. Seine europäischen Folk-/Polka-Wurzeln verleugnet man nicht. Doch geografisch rückte man noch etwas weiter gen Westen als je zuvor. In Road Worrier wimmelt es nur allzu deutlich von saftigen Country- und Americana-Sounds. Vielleicht liegt es auch an Neuzugang Matt Dawson, der mit Pedal Steel- und Dobro-Sounds deutliche Spuren hinterlässt.

Am ehesten im alten Hardpolk-/Gypsy-Stil verharrt man im schmissigen Instrumental „Hellride“ oder bei „Cruelty & grind“, welches vor allem wegen seiner an „Gerdundula“ (Status Quo) erinnernden Gitarrenmelodie auffällt. Aber wenn die Songs auch etwas anders frisiert sind - darunter stecken immer noch feist grinsend The Shanes. Das staubige „Burn it down“ oder das lässige „The dark sind of my soul“ kann man gleich als bandtypische Songs identifizieren und liebhaben. Das könnte man auch von „The girl who live on Heaven Hill“ denken. Allerdings handelt es sich hier mal wieder um eine shaneifizierte Coverversion (von Hüsker Dü). Weg von der Party, die man mit dem passend betitelten „Train“ anschiebt, geht es beim erzählerisch-atmosphärischen „The big show“, das genauso zu den ruhigeren Nummern gehört wie „The river“. Regelrecht poppig und eingängig sind dagegen die gleichsam angenehmen „Fremantle doctor“ und „Rock that city“, die von der Melodieführung her fast von den Augsburgern The Seer sein könnten.

Auch auf Road Worrier funktioniert der eigenwillige Folk-Rock der Shanes mal wieder. Zwar mag nicht jeder Song gleich ein Hit sein (was so einiges Mal zutrifft). Doch am Ende hat man ein durchgehend angenehmes Album im CD-Player liegen, bei dem man sich vor allem auf einen der nächsten Liveauftritte freut. Denn auf der Bühne ist die Band immer noch am stärksten!



Mario Karl

Trackliste

1Blood On The Banjo1:40
2 Fremantle Doctor3:05
3 House Of Whispers3:24
4 The Dark Side Of My Soul4:08
5 The Girl Who Lives On Heaven Hill2:31
6 Train4:05
7 Hellride1:02
8 Cruelty & Grind2:27
9 Burn It Down2:51
10 The Big Show5:03
11 Rock That City4:24
12 The River3:18

Besetzung

Börgermeister (Schlagzeug, Gesang)
Herr Dannehl (Bass, Gesang)
Kornelius Flowers (Gesang, Gitarre)
Natasa Grujovic (Akkordeon)
Warpig Stoffregen (Gitarre, Banjo, Mandoline, Gesang)
Matt Dawson (Pedal Steel, Dobro, Gesang)
Chris Birch (Geige)
Alex (Akkordeon)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger