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Reviews

Brescianello, G.A. (Plantier)

Concerti, Sinfonie, Ouverture


Info

Musikrichtung: Barock

VÖ: 19.05.2004

Harmonia Mundi France / Helikon Harmonia Mundi (CD DDD (AD: 2002) / Best. Nr. HMC 905262)

Gesamtspielzeit: 64:33

Internet:

Harmonia Mundi

La Cetra Barockorchester Basel

TELEMANN + VIVALDI + (1/8 BACH) = BRESCIANELLO

Dass auch die sogenannten "Kleinmeister" oftmal durchaus beachtliches geleistet haben, ist kein Geheimnis. Einmal mehr stellt dies nun das La Cetra Barockorchester Basel mit seiner Einspielung von Werken des Stuttgarter Hofkapellmeister Giuseppe Antonio Brescianello (1690-1758) unter Beweis. Die Kapelle am württembergischen Hof zählte zeitweise bis zu 60 Musiker und stand zu Brescianellos Zeiten in ihrer größten Blüte. Zugleich entwickelten sich auf dem europäischen Kontinent eine Vielzahl musikalischer Stilrichtungen.
Brescianello verstand es, diese Stile geschickt zu vermischen und so für jeden Geschmack etwas zu bieten (ähnlich arbeitete etwa auch Georg Philip Telemann in Hamburg). Bei Brescianello dominiert allerdings der Duktus der italienischen bzw. venezianischen Schule. So ist manche Ähnlichkeit zu Vivaldis Orchesterwerken unverkennbar. Mit ihm teilt Brescianello vor allem die Vorliebe für kurze, eingängige melodische Sinneinheiten und für die Verwendung kraftvoller Rhythmisierungen. Auf der anderen Seite finden sich, zumal in der Ouvertüre, deutliche Parallelen zur Kompositionstechnik J.S.Bachs und manchmal glaubt man, ein für diesen typisches Thema und eine verwandte Bearbeitung desselben entdeckt zu haben, bevor die Musik dann doch wieder in "leichteres Fahrwasser" kommt.

Neu und bahnbrechend ist die Entdeckung dieser Werke also nicht, höchst vergnüglich und lebenslustig barock aber allemal. Und genau so ist sie auch eingespielt und aufgenommen worden: Das Orchester geht unbekümmert, mit scharfen und präzisen Einsätzen zur Sache, spielt virtuos und brennt das Feuerwerk der kurzweiligen Einfälle des Komponisten effektvoll zügig ab. In den Solopassagen haben einige der Musiker Gelegenheit, ihr Können unter Beweis zu stellen. Sie tun dies mit großer Spielfreude.
Der positive Eindruck, den die Interpretation durchgängig hinterläßt, wird noch verstärkt durch die geschickte Aufnahmetechnik. Obwohl das Orchester schmal besetzt ist (u.a. drei 1. und drei 2. Violinen), klingt es fast symphonisch. Der satte Sound, den die Toningenieure produziert haben, wirkt aber keineswegs störend, sondern ganz im Sinne barocker Prachtentfaltung. Überdies bleibt das Klangbild trotzdem transparent und extrem deutlich gestaffelt.



Sven Kerkhoff

Trackliste

1-3 Sinfonie Nr. 5 F-Dur für 2 Violinen, Viola und Basso Continuo
4-6 Concerto g-moll für Violine, Oboe, Streicher und B.C.
7-9 Concerto Nr. 4 e-moll für Violine, Streicher und B.C.
10-17 Ouvertüre g-moll für 2 Oboen, 2 Violinen, Viola und B.C.
18-20 Sinfonie Nr. 1 D-Dur für 2 Violinen, Viola und B.C.
21-23 Concerto B-Dur für Violine, Fagott, Streicher und B.C.
24 Chaconne A-Dur für 2 Violinen, 2 Violen und B.C.

Besetzung

La Cetra Barockorchester Basel

Ltg. David Plantier / Vaclav Luks

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger