····· Auf Album Nummer Fünf interpretiert Markus Kohl seine Klassiker neu ····· Nach den Studio-Alben werden nun auch ein Best of- und ein Live-Album von Pink Floyd auf Vinyl widerveröffentlicht ····· Für ihre Frühjahrs-Tour haben J.B.O. die Wiener Rammelhof als Support bestätigt ····· Europe zeigen neues Video ····· Die Erfurter Traditionsmetaller Macbeth rereleasen ihr zweites Demo als Vinyl-EP ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Reviews

Prong

Carved into stone


Info

Musikrichtung: Groove/Thrash Metal

VÖ: 20.04.2012

(Long Branch Records / SPV)

Gesamtspielzeit: 43:26

Internet:

http://www.prongmusic.com
https://www.facebook.com/prongmusic

Jawohl, Tommy Victor hat es wieder getan! Power of the damager hieß 2007 das letzte Prong-Album und war ein furztrockener Brocken, der danach klang, dass der Sänger und Gitarrist es allen noch einmal mit Vehemenz zeigen wollte. Das Album wirkt noch heute. Jetzt, fünf Jahre später war es Zeit für einen ordentlichen Nachfolger. Wie so oft, wurde die Hintermannschaft wieder komplett ausgetauscht. Am Bass verdingt sich jetzt Tony Campos (ex-Ministry, ex-Static X) und hinter der Schießbude sitzt Alexei Rodtiguez (ex-3 Inches of Blood). Zudem wurde die Platte nicht mehr im Hinterhof von Al Jourgensen (Ministry) aufgenommen, sondern mit Steve Evetts (u.a. Dillinger Escape Plan, Suicide Silence).

Und letzteres ist gleich der größte Unterschied. Denn die Produktion klingt nicht mehr so pur und unverfälscht, sondern wesentlich saftiger, dafür aber teilweise etwas austauschbar. Besonders was den markanten Gitarrensound von Tommy Victor betrifft. Andererseits passt das Ganze aber auch zu den neuen Songs, von denen eine ganze Latte an Titeln mit großem Hitpotenzial gesegnet sind. Denn in songwriterischer Hinsicht wird hier ziemlich Gas gegeben und so steht Carved into stone in bester Tradition von Scheiben wie Prove you wrong oder Cleansing.

Prong anno 2012 sind etwas Thrash-lastiger als früher, was vielleicht auch am ziemlich geradlinigen, stampfenden Schlagzeugspiel liegt. Gleicht die Eröffnung „Eternal heart“ ist eines dieser drückenden Stücke, für die diese Band immer gemocht wurde. Ähnliches gilt für das hart drückende „Subtract“ und das ebenso mitreißende „Ammunition“. Neuerdings legt man im Lager der Band auch wieder verstärkt Wert auf eingängige Refrains, wie „State of rebellion“, „Put myself to sleep“ und das grandios dynamische „Revenge … best served cold“ zeigen. Auch nicht zu verachten: das latent punkige „List of grievances“ und der fast schon doomig groovende Titeltrack. „Path of least resistance“ lässt dagegen mit einer verhalten melancholischen Melodielinie aufhorchen.

Hätten Prong Mitte der 90er in ihrer Blütezeit dieses hitträchtige Album vorgelegt, wären sie vielleicht richtig groß geworden. Aber auch so kann man sich an einem starken (Groove-)Metalalbum erfreuen, das man in dieser Qualtität gar nicht mehr so erwartet hätte. Fein gemacht!



Mario Karl

Trackliste

1Eternal Heat3:59
2 Keep on Living in Pain3:48
3 Ammunition3:36
4 Revenge ... Best Served Cold4:29
5 State of Rebellion4:01
6 Put Myself to Sleep3:51
7 List of Grievances 2:59
8 Carved Into Stone5:31
9 Subtract3:57
10 Path of Least Resistance4:21
11 Reinvestigate2:54

Besetzung

Tommy Victor (Gesang, Gitarre)
Tony Campos (Bass)
Alexei Rodriguez (Schlagzeug)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger