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Reviews

Bloodflowerz

7 Benedictions, 7 Maledictions


Info

Musikrichtung: Gothic Rock

VÖ: 26.05.2003

(Silverdust)

Gesamtspielzeit: 55:07

Internet:

http://www.bloodflowerz.de

Wie der Titel bereits nahelegt, beschäftigt sich jeder der vierzehn Songs auf 7 Benedictions, 7 Maledictions, dem zweiten Longplayer der Gothic-Rock-Band Bloodflowerz aus Schwäbisch Hall, thematisch mit jeweils einer der sieben Kardinaltugenden und -sünden. Dass dabei genretypisch auch kräftig in die Saiten gehauen wird, versteht sich quasi von selbst. Dennoch kann man diese Band nicht einfach mit dem Gros anderer Gothic-Formationen über einen Kamm scheren. Die Stärken ihrer Musik liegen im Detail.

Der heftige, rhythmisch präzise Power-Sound, welchen Gitarrist Markus Visser, Bassist Jojo Schulz und Drummer Tim Schwarz aus ihren Instrumenten herausquälen, verleiht den Songs ihren Druck und ihre Energie. Für Seele und Gefühl in den Songs sorgt die vielseitige Sängerin Kirsten Zahn mit ihrer runden, kräftigen Stimme, die zu den melancholischen Melodien wunderbar passt. Vereinzelte Synthesizer-Einlagen sind schließlich das Salz in einer rundum gelungenen Rocksuppe.

Trotz des biblischen Grundmotivs der Platte und zahlreicher religiöser und phantastischer Bilder thematisiert Kirsten Zahn in den Songtexten in aller erster Linie ganz alltägliche Gefühle sowie kleine und große Schwächen, die uns Menschen eben ausmachen - Verliebtheit, Verträumtheit oder die Neigung, den Hals nicht voll genug kriegen zu können. Jeder wird auf diesem Album wohl einen Song entdecken, in dem er sich selbst teilweise wieder findet. Sprachlich sind die Texte in recht poetischer, aber dennoch leicht verständlicher Form gehalten, was die Texte auch Gelegenheits-Gothic-Hörern zugänglich macht.

Einige der Highlights sind das kesse "Black Snake Sister", das spektakuläre "Raise The Dawn", "Too Much" mit seinem stampfenden Bass-Schlagzeug-Rhythmus, das bedrohliche "False Gods" sowie "Heart Of Stone", in dem das Standard-Arrangement durch eine Akustikgitarre aufgelockert wird.

Am Rande sei bemerkt, dass das von dem Künstler Timo Wuerz gestaltete Booklet zweifellos eines der hübschesten und kunstvollsten ist, die ich bislang gesehen habe. Auf die Details kommt es an.

Bleibt zu hoffen, dass den (seit Veröffentlichung des neuen Albums ist ein neuer Gitarrist hinzugekommen) fünf Blutblumen noch der Durchbruch in die Liga der ganz Großen gelingt. Das Zeug dazu haben sie.



Linus Stubert

Trackliste

1Wild Heart3:04
2Black Snake Sister4:04
3Dorian3:13
4Raise The Dawn4:09
5Till The End3:04
6Too Much4:29
7False Gods5:43
8My Treasure3:50
9Fire In Paradise4:46
10Last Exit3:41
11Heart Of Stone4:32
12Unperfectly Perfect3:17
13She Knows Why4:00
14The Death Of Souls3:15

Besetzung

Kirsten Zahn (Gesang)
Markus Visser (Gitarre)
Jojo Schulz (Bass)
Tim Schwarz (Drums)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger