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Reviews

Ensemble Syntagma

Rosa e Orticha


Info

Musikrichtung: Alte Musik, Mittelalter

VÖ: 14.11.2011

(Carpe Diem Records [CD-16287])

Gesamtspielzeit: 60:16

Internet:

http://www.ensemblesyntagma.org
http://www.carpediem-records.de

Rosa e Orticha ist bereits die sechste CD des renommierten französischen Ensemble Syntagma unter der Leitung von Alexandre Danilevski und die erste beim kleinen aber sehr feinen Label Carpe Diem Records. Labelchef Jonas Niederstadt hat wieder einmal bewiesen, dass es ihm gelingt wirklich herausragende Künstler für sein Label zu begeistern. Diese CD macht dabei keine Ausnahme und zählt schon jetzt zu den wichtigsten Veröffentlichungen der mittelalterlichen Musik dieses Jahres.

Rosa e Orticha beschäftigt sich mit Gut, symbolisiert durch die Rose (Rosa) und dem Bösen, symbolisiert durch die Brennessel (Orticha). Zugleich muss beides aber auch als notwendig in einem ausgeglichenen Universum betrachtet werden. Das Ensemble Syntagma bedient sich der mittelalterlichen Musik von Bardolino da Padova und seinen Zeitgenossen, um ein in sich geschlossenes Werk zu schaffen, das von der ersten Sekunde an fasziniert. Zum einen sind da natürlich die beteiligten Musikerinnen und Musiker, die allesamt auf allerhöchstem Niveau spielen und singen, seien es die Instrumentalisten wie Marnix von Zepp mit feinen Carillon-Klängen, die unglaublich talentierte Flötistin Atsushi Moriya oder Bérengère Sardin mit der Mittelalterharfe oder die Sängerinnen Mami Irisawa und Catherine Joussellin mit ihren reinen Sopranstimmen und Akira Tachikawa, der als Countertenor mehr als übrzeugt. Und dann ist da natürlich noch Alexandre Danilevski mit Mittelalterlaute und Chekker (ein Vorläufer des Harpsichord) unter dessen Leitung das Ensemble zu einer Einheit verschmilzt und den Geist dieser Musik atmet. So muss man sich eine gelungene Umsetzung der überlieferten Kompositionen vorstellen. Dies ist weit entfernt von dem, was einem oft auf mittelalterlichen Märkten etc. als ‚authentisch‘ vorgegeukelt wird.

Rosa e Orticha bietet virtuoses Spiel mit einem der besten Ensembles für alte Musik und einem Leiter, dem es offensichtlich gelingt, aus Einzelspielern einen Ensemble-Klang zu kreieren, der seinesgleichen sucht. Das Ensemble Syntagma unterstreicht einmal mehr, dass es zu den herausragenden Ensembles dieser Musikgattung zählt. Dazu kommen einen klanglich perfekte Produktion und ein passend schlicht, aber edel gestaltetes Digipack mit 30-seitigem Booklet. Empfehlung!



Ingo Andruschkewitsch

Trackliste

1“Donna s'amor“ - Eguidius da Francia4:33
2 “Cosa crudel m'ancide“ - Andrea da Florentia3:10
3 “El no me giova“ - Bartolino da Padova3:11
4 “Somma felicita“ - Landini3:54
5 “Con tutta gentilezza“ - Andrea Stefani4:21
6 “I bei sembianti“ - Bartolino da Padova5:05
7 “Interlude“ - Improvisation1:14
8 “Nel mio bel orto“ - d’après Anon.2:29
9 “Lauda“ - Anon.6:00
10 “Dulce cere“ - Bartolino da Padova3:25
11 “Interlude“ - Anon. de Codex Faenza3:15
12 “Alba colomba“ - Bartolino da Padova3:54
13 “Passando in ombra“ - Anon. Madrigal / Estampie2:21
14 “Amor, da po' che“ - Don Paolo da Florentia4:36
15 “Donna, l'altrui mirar“ - Gherardello da Firenze5:35
16 “Donna s'amor“ - Eguidius da Francia3:13

Besetzung

Mami Irisawa: Sopran
Catherine Joussellin: Sopran
Akira Tachikawa: Countertenor
Atsushi Moriya: Blockflöten
Sophia Danilevski: Viella
Jérôme Salomon: Percussion
Bérengère Sardin: Mittelalterharfe
Marnix von Zepp: Carillon
Alexandre Danilevski: Mittelalterlaute, Chekker, Leitung

Featuring
Anna Danilevskaia: medieval fiddle (n°9)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger