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Reviews

Dark Forest

Dawn of infinity


Info

Musikrichtung: Heavy Metal

VÖ: 07.10.2011

(Cruz del Sur Music)

Gesamtspielzeit: 53:15

Internet:

http://www.myspace.com/darkforestrealm

Zuerst dachte ich, man hätte es hier mit einer etwas extremeren Metalband zu tun. Tatsächlich gibt es auch mehrere Black Metal-GRuppen gleichen namens. Doch handelt es sich um sehr traditionelle Stahlarbeiter aus England. Auch wenn das Cover zum zweiten Album von Dark Forest wie eine Szene aus den Wing Commander-Computerspielen aussieht, sind die verarbeiteten Themen in den Songs ziemlich klassisch und überwiegend im Fantasy-Bereich verwurzelt. Aber lassen wir diese Äußerlichkeiten. Denn Dawn of infinity klingt definitiv besser, als es aussieht. Was anderes erwartet man einem Qualitätslabel wie Cruz del Sur Music auch gar nicht.

Dark Forest haben die reine Schule pur und ungefiltert aufgesogen. Denn ihre Musik klingt wie ein Tribut an vergangene Tage im Allgemeinen und die New Wave of British Heavy Metal im Speziellen. Dabei hört man aber nicht nur die eindeutige Handschrift von Iron Maiden, sondern ebenso die von etwas ausgefallenen Bands wie Cloven Hoof durch. So gibt es nicht nur viele saftige Axtduelle, sondern hier und dort auch einen ganzen Hauch Epik oder auch leicht folkig anmutende Melodielinien. Pathos ist natürlich auch ein Thema und Sänger Will Lowry-Scott gibt mit seiner hellen, aber leider etwas drucklosen Stimme auch einige recht heroische Gesangslinien zum Besten.

Glücklicherweise klingt das alles kaum überzeichnet, sondern überwiegend sogar recht ungekünstelt. Gar nicht so selbstverständlich in diesem Metier. Klar, Kostverächter würden über so einige Abschnitte schmunzeln, doch Fans der alten Schule laufen Nummern wie „Hourglass“, „The green knight“ oder „The tor“ gut rein. Die Songs sind allesamt relativ abwechslungsreich, so dass so schnell keine Langeweile aufkommt. Doch an der Feinjustierung könnte man hier und da noch schrauben. Manche Teile sind etwas in die Länge gezogen oder wiederholen sich zu oft. Da können sich Dark Forest an ihren Labelkollegen von Twisted Tower Dire ein Beispiel nehmen. Dieses Problem hatte sie früher leider auch. Aber trotzdem ist Dawn of infinity ein kleiner Geheimtipp für Genreliebhaber. Mehr leider auch nicht.



Mario Karl

Trackliste

1Hourglass5:35
2 Lightyears On4:20
3 The Green Knight5:13
4 Seize the Day4:33
5 The Tor7:48
6 Through a Glass Darkly5:26
7 The Stars My Destination5:26
8 Under the Greenwood Tree4:24
9 Black Delta5:04
10 Deadly Premonition5:26

Besetzung

Adam Sidaway (Schlagzeug)
Jim Lees (Gitarre)
Christian Horton (Gitarre)
Paul Thompson (Bass)
Will Lowry-Scott (Gesang)

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger