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Reviews

Absu

Abzu


Info

Musikrichtung: mythological occult Metal

VÖ: 10.10.2011

(Candlelight Records)

Gesamtspielzeit: 37:08

Internet:

http://www.absu.us

2002 sah es nicht gut aus für die Amis von Absu, nachdem sich Mastermind Proscriptor schwer an der Hand verletzt hatte und die beiden verbliebenen Mitglieder Equitant und Shaftiel ebenfalls getrennte Wege gingen. 2009 dann die furiose Wiederauferstehung miz dem selbstbetitelten Absu: aus verschiedenen Mitglieder hatte der Proscriptor eine neue Gruppe geformt, wiederum immer noch ging es um die Themen sumerische Mythologie und mesopotamische Kosmologie. Und nun, nur zwei Jahre später, sind von diesen Absu nur noch Proscriptor und Bassist Ezezu übrig, die sich um den Gitarristen Vis Crom verstärkt haben, um das nächste, ähnlich klingende Album aufzunehmen: Abzu. Hoffen wir mal, dass Proscriptor, was seine Band betrifft, nicht zu einer ähnlichen Diva gerät wie Mr. Filth himself...

Generell sollte man sich ja jedes Absu-Album ungesehen und ungehört kaufen, das gilt selbstverständlich auch für Abzu. Dieses beginnt mit einem der markanten Proscriptor-screams, daraufhin thrasht "Earth Ripper" mit den üblichen frickeligen Gitarrenläufen los: Ein bewährter Track in bewährter Absu-Manier. "Circles of the Oath" steigert das Tempo nicht nur noch einmal deutlich, sondern kombiniert die Geschwindigkeit auch mit gelegentlichen mystischeren Passagen - wobei die keys gegenüber dem Vorgängeralbum noch einmal deutlich reduziert worden sind und nur ganz gelegentlich ganz im Hintergrund zu hören sind. Geschwindigkeitsrekorde brechen Absu ebenfalls mit "Skrying in the Spirit Vision" und "Ontologically, it became Time & Space", und das immer auf allerhöchstem Niveau.
Das Okkulte bestimmt hingegen ganz den Track "Abraxas Connexus", der wieder einmal zeigt, warum Absu eigentlich zur ersten Garde des zeitgenössischen Metals gehören müßten: Im midtempo gehalten, vertrackte Gitarrenläufe und Rhythmen, die ständig wechseln - und trotzdem bleibt der Song eine strukturierte Einheit
Und dann endet Abzu mit dem längsten Absu-Track ever: Der "Song for Ea" dauert fast 15 Minuten. Möglicherweise rekurriert er auf das Cover des Albums, denn im Grund ist er eine fast rituell anmutende Hymne an Ea, den lebendigen und weisen Gott der Stadt Eridu, der über dem Abzu thront...

Wieder einmal ist Absu mit Abzu ein phantastisches occult Metal-Album gelungen. Einziger Wermutstropfen ist die nicht gerade lange Spielzeit, so waren im Vorfeld einige Songs mehr angekündigt, die aber offensichtlich unter den Tisch gefallen sind. Nun gut, was solls. Geiles Album. Besorgen. Die US-Tour von Absu und Immortal abwarten - und hoffen, dass die Band dann auch wieder in Deutschland zu sehen sein wird!



Andreas Matena

Trackliste

1Earth Ripper3:55
2 Circles of the Oath5:22
3 Abraxas Connexus4:01
4 Skrying in the Spirit Vision3:59
5 Ontologically, it became Time & Space4:57
6 Song for Ea14:54
7

Besetzung

Ezezu: bass, vocals
Proscriptor McGovern: vocals, keys, drums
Vis Crom (Matt Moore): guitars

So bewerten wir:

00 bis 05 Nicht empfehlenswert
06 bis 10 Mit (großen) Einschränkungen empfehlenswert
11 bis 15 (Hauptsächlich für Fans) empfehlenswert
16 bis 18 Sehr empfehlenswert
19 bis 20 Überflieger