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Musik an sich
 
In Flames - Reroute To Remain
(Nuclear-Blast-Records)
Melodic-Death-Metal
Cover
Trackliste:
1. Reroute To Remain
2. System
3. Drifter
4. Trigger
5. Cloud Connected
6. Transparent
7. Dawn Of A New Day
8. Egonomic
9. Minus
10. Dismiss The Cynics
11. Free Fall
12. Dark Signs
13. Metaphor
14. Black & White
 

Eigentlich hätte es ohne weiteres geklappt dieses Review schon in der letzten Ausgabe zu veröffentlichen. Eigentlich - den "Reroute To Remain" ist keine gewöhnliche CD und so sehe ich mich erst jetzt, nach X Probeflügen, in der Lage ein gerechtes Urteil über das neue Werk der schwedischen Melodic Death-Pioniere fällen zu können.

Zuerst muss sich der Hörer, der bereits an Göteburger Kraftfutter gewöhnt ist, mit dem neuen Sound der Truppe auseinandersetzen, für den sich Producer Daniel Bergstrand verantwortlich zeigt, der die Ehre hatte dieses Album veredeln durfte. Nach einigen Probeläufen kommt man schliesslich zu dem Resultat das die neuen Schuhe hervorragend passen, wenn sie erstmal gut eingelaufen sind. Auch das aktuelle Songmaterial von In Flames erfordert einige Umorientierung des CD-Käufers, denn die Band hat mit ihrem neuen Longplayer den fast unmöglichen Spagat vollbracht die Tracks allgemein härter und gleichzeitig melodischer zu gestalten, wofür hauptsächlich der variable Gesang von Anders Friden sorgt, der immer mehr durch die einprägsamen Refrains die Melodieführung übernimmt und damit das Trademark der Band, die markanten Gitarrenriffs zum grössten Teil ablöst.

Als ob das noch nicht für den Fan genug wäre ist auch der Elektronikanteil gestiegen, die vielen Einflüsse der CD stammen von unzähligen Bereichen der modernen Musik und sogar zwei Balladen(!) mit cleanen Gesang befinden sich auf dem Album mit dem Untertitel "Fourteen Songs Of Conscious Insanity", den man angesichts dieser Tatsachen hervorragend interpretieren könnte. Dennoch hört man schon beim ersten Durchlauf dieser Scheibe welche fünf Jungs dort am Werk sind, die sich nicht mit bereits gewonnenen Lorbeeren zufrieden geben, sondern eine konsequente Weiterentwicklung suchen. Vor dieser Tatsache muss man anhand der Stagnation im Metalsektor respektvoll den Schlapphut ziehen. Just Killers, No Fillers - trifft auf "Reroute To Remain" zu, den neben den Hits "System" oder "Free Fall", die potentielle Nachfolger für "Only For The Weak" in ihrer Eingängigkeit darstellen, können auch die härteren Tracks voll überzeugen, da sich trotz der massiveren Gangart der Chorus der jeweiligen Stücke gnadenlos in den Köpfen festsetzt. Mit Avantasia Pt.II wohl DIE Metalplatte des Jahres !

MANUEL LIEBLER

18 von 20 Punkte

Internet: www.inflames.com

 

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