Musik an sich


Reviews
Brian Bromberg

Wood


Info
Musikrichtung: Jazz

VÖ: 29.1.2016

(Artistry)

Gesamtspielzeit: 52:12

Internet:

http://www.brianbromberg.net/
http://www.in-akustik.de/de/
https://www.mackavenue.com/store/category/artistry-music


Brian Bromberg wurde am 5.Dezember 1969 in Tucson, Arizona, geboren.
Im Alter von dreizehn widmete er sich zunächst dem Schlagzeug, doch noch während der Zeit im Schulorchester wechselte er zum Bass. Der Bass-Kollege Marc Johnson empfahl ihn im Jahre 1979 dem Jazzer Stan Getz, der damals gerade einen Bassisten suchte. Das war ein wahrhaft guter Einstieg in den Jazz. Doch auf den ersten Soloalben, beginnend mit “A New Day“ (1986) begab er sich in das Reich des Smooth Jazz, und war in diesem Genre auch durchaus erfolgreich.

“Wood“ aus 2002 ist die achte Solo-Platte des Bassisten. Sie schlägt auch gleich einen Bogen hin zur Zusammenarbeit mit Stan Getz, benutzt Bromberg hier doch den gleichen Bass, einen etwa 300 Jahre alten Matteo Guersam-Bass aus dem 18.Jahrhundert.
Auch im Trio-Format eingespielt, sechs Stücke sind es hier, wäre im üblichen Fall der Pianist der Solist einer solchen Platte, doch drängt sich der Bassist gewissermaßen vor und zeigt sein Können auf virtuose Weise. Und so scheint Randy Waldman am Piano mehr ein Pflichtprogramm zu absolvieren. Dabei gibt es aber unter den elf Songs auch Duo- und Solo-Beiträge, in denen Bromberg dann entsprechend noch mehr in den Vordergrund rückt.
“Days Of Wine And Roses“ und „“Goodbye (For My Father)“ sind die Duo-Tracks, und "Come Together", “Freedom Jazz Dance“, “All Blues“ und "Star Spangled Banner" sind solo eingespielt.

Der Pianist Waldman ist dann mehr präsent, wenn jene Songs, die auch von Pianisten, hier Thelonious Monk und Herbie Hancock komponiert wurden, hier fliegt er förmlich mit seinem Spiel über die Tasten.
Mit “Wood“ hat sich der Bassist auf energische Weise von seinen Veröffentlichungen des Smooth-Jazz-Bereichs eindrucksvoll verabschiedet. Sehr gut anzuhören, auch, weil es sehr gut aufgenommen wurde, ist der sehr warme Sound des altehrwürdigen Basses.



Wolfgang Giese



Trackliste
1 The Saga Of Harrison Crabfeathers [Kuhn]m (6:14)
2 Dolphin Dance [Hancock](7:19)
3 Come Together [Lennon/McCartney](5:16)
4 Goodbye (For My Father) [Bromberg](4:00)
5 Speak Low [Weill] (4:51)
6 Freedom Jazz Dance [Harris](3:22)
7 I Love You [Porter](5:28)
8 Straight No Chaser [Monk](3:34)
9 All Blues [Davis](5:21)
10 The Days of Wine And Roses [Mancini/Mercer] (4:29)
11 Star Spangled Banner [Stafford](2:04)
Besetzung

Brian Bromberg (wood bass/Matteo Guersam, Milano 18c)
Randy Waldman (piano)
David Bromberg (drums)



 << 
Zurück zur Review-Übersicht
 >>