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AVOID THE LIGHT - Fünf Münsteraner scheuen das Licht



Auch wenn man es mitunter kaum noch zu hoffen gewagt hatte: Es gibt ein Paralleluniversum zu blutarmer Supermarktberieselung, ruhelosen Radioformaten oder kurzatmigen Trends. Es gibt Musik, die dem Hörer genügend Raum zum unbegrenzten Genießen lässt, die ihre gesamte Pracht über opulente Arrangements entfaltet und sich die Freiheit nimmt, Töne und Harmoniefolgen in aller gebotenen Ausführlichkeit zu zelebrieren. Diese Musik existiert hier und jetzt.

Wir verdanken sie Long Distance Calling, einer fünfköpfigen Band aus dem Großraum Münster. Ihr zweites Album Avoid the Light erscheint am 24. April 2009 über Superball Music und bietet all das, was man bei den meisten aktuellen Bands vergeblich sucht: ein unmittelbares Nebeneinander von Tiefgang und Hochgefühl, Melancholie und Lebensfreude, großen Gesten und kleinen Besonderheiten. Und irgendwie gibt es bei Long Distance Calling noch so unendlich viel mehr zu entdecken: Mit den Westfalen öffnet sich ein riesiges Tor, nach dessen Eintritt man eine Welt unterschiedlicher Stimmungen und Atmosphären vorfindet. Die Grundlagen bestehen aus einem instrumentalen Gitarrenrock mit Ambient-Charakter, einer Oszillation aus Psychedelic und Progressive Rock. Avoid the Light ist zudem ein Album, das kaum Worte braucht, um dennoch unglaublich viel mitzuteilen. Soll man es Post-Rock nennen? Oder eher New Art Rock? Der Oberbegriff ist egal, was zählt sind die Inhalte.

Die Kritikerkaste zeigte sich bereits vom Debüt Satellite Bay (2007) begeistert: „Abseits der zerstrampelten Pfade, abseits des von wichtigtuerischen Musikpostillen aufgeblähten Hypes, abseits von modischen Strömungen und gefaseltem Zeitgeist, ohne 3-Minuten- Korsett, sondern mit langem Atem“, urteilte der Rezensent in ´Schallgrenzen`, und es scheint, als ob damit unbewusst die Eckdaten von Avoid the Light gleich mit artikuliert wurden. Gleichzeitig dokumentieren die fünf Bandmitglieder David Jordan (Gitarre), Janosch Rathmer (Drums), Florian Füntmann (Gitarre), Jan Hoffmann (Bass) und Reimut van Bonn (Ambience) auf Avoid the Light eine stilistisch noch offenere und fortschrittlichere Herangehensweise.

Die sechs neuen Stücke präsentieren nach Aussagen der beteiligten Musiker „ein im Vergleich zur Debütscheibe größeres stilistisches Spektrum und sind – als direkte Folge unserer zahlreichen Konzerte in 2008, unter anderem mit Dredg, bei Rock am Ring und beim Roadburn Festival – schneller, eingängiger und dynamischer. Insgesamt sind wir durch die durchweg positiven Resonanzen auf unser Erstwerk spürbar experimentierfreudiger geworden.“

Fortgesetzt wird außerdem das bereits vom Debüt bewährte Konzept, neben den instrumentalen Stücken auch wieder eine Nummer mit einem namhaften Gastsänger zu realisieren. War es auf Satellite Bay Peter Dolving von The Haunted, lautet auf Avoid the Light die Vokalnummer „The nearing Grave“ und wurde von Jonas Renkse (Katatonia) eingesungen. „Alle in der Band sind riesige Fans von Katatonia, insofern lag es quasi auf der Hand, Jonas zu bitten.“

Produziert wurde Avoid the Light von Kurt Ebelhäuser (u.a. Blackmail, Donots), einem wahren Meister seines Fachs. „Die Zusammenarbeit mit ihm hat sich vor allem auf unseren Sound ausgesprochen positiv ausgewirkt,“ erklären die Bandmitglieder und können sich sicher sein, dass die transparente Produktion den faszinierenden kompositorischen Vorgaben jederzeit gerecht wird.

[Pirate Smile]

Internet:
http://www.myspace.com/longdistancecalling
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