····· Loreena McKennitt veröffentlicht zwei weitere Alben auf Vinyl am 07. April! ····· U2 feiern 30 Jahre The Joshua Tree ····· 2Cellos machen Game of Thrones Soundtrack zum überwältigenden Klangerlebnis ····· Die zweite EP der Scoops kommt Anfang April ····· Monster Truck zusammen mit Deep Purple auf Tour ·····  >>> Weitere News <<<  ····· 

Artikel

Sonja Wagner im Gespräch über Gary Thain, den "Meister der tiefen Töne"

Info

Gesprächspartner: Sonja Wagner

Zeit: September 2009

Interview: E-Mail

Internet:
http://www.myspace.com/ahania3
http://www.myspace.com/garythain
http://www.Nickdrake.co.uk
http://www.nickdrake.com

Nachdem das Buch Gary Thain - Meister der tiefen Töne von Sonja Wagner bereits in der letzten MAS-Ausgabe vorgestellt und besprochen wurde, schieben wir hier noch ein Interview mit der Autorin nach. Die Buchrezension der letzten Ausgabe wäre wohl etwas besser ausgefallen, wenn klar gewesen wäre, dass Gary Thain - Meister der tiefen Töne noch ein zweiter Band des biografischen Romans folgen wird, in dem Sonja Wagner über die Uriah Heep-Zeit und den Tod des Bassisten berichten wird. Diesen zweiten Band hat Sonja Wagner im MAS-Interview angekündigt.


Hallo Frau Wagner, zunächst einmal herzlichen Dank für dieses Interview, welches ich zum Einstieg gleich mal mit einer Frage zu ihrem Alter, als Sie mit Gary zusammenkamen, beginnen möchte. Sie waren ja erst elf Jahre alt, als er - bereits volljährig - eine dauerhafte und auch sexuelle Beziehung mit Ihnen begann. War dies Ende der 60er Jahre im damaligen Zeitgeist eher gang und gäbe? Wie stehen Sie heute dazu?

Nun, ich habe Gary erzählt, ich sei schon fast fünfzehn, man hätte mich auch als 'altklug' bezeichnen können, ich habe z.B. mit elf Bücher für Erwachsene gelesen. Gary hat sich in mich verliebt, bevor er herausfand, dass ich erst elf war. Er war zu diesem Zeitpunkt achtzehn, also noch nicht volljährig. Rückwirkend betrachtet, war unsere Beziehung zwar sehr innig, doch nie einfach, aber gerade deswegen hat sie mir sozusagen das 'Rüstzeug' für mein (lacht) immer noch bewegtes Leben mitgegeben. Gary war meine erste große Liebe, und wir hatten eine wunderbare Zeit zusammen, die ich immer noch für sehr wichtig für meine Entwicklung halte, musikalisch und auch menschlich. Ich bin sozusagen an ihm gewachsen, und er wohl auch an mir.


Haben Sie Ihren Kindern mit elf Jahren ähnliche Freiheiten gelassen wie Sie sich diese genommen und anscheinend auch bekommen haben?

Bei meinen Kindern waren die Voraussetzungen anders. Keines war so selbständig wie ich, und so früh flügge. Meine beiden jüngeren, 27 und 18 wohnen noch immer bei mir. Ich würde auch sagen, dass ich mehr eine Freundin für meine Kinder bin, als eine Autoritätsperson. Meine Eltern hingegen waren relativ streng. Sie waren jedoch sehr mit ihrer beruflichen Karriere beschäftigt, so verbrachte ich die meiste Zeit bei meiner Großmutter, die mir auch immer die Mauer machte, wenn ich mit Gary beisammen war.


Wie war sonst während der Jahre der Handlung des Buches das Verhältnis zu Ihren Eltern? Obwohl sie in der Widmung des Buches ausdrücklich gelobt werden, tauchen sie im Buch fast nie auf... Leben sie noch, kennen sie das Buch und was halten sie von der Geschichte?

Ich hatte immer ein gutes Verhältnis zu meinen Eltern, sie haben mich zwar selten verstanden, aber dafür immer unterstützt. Darin hat sich bis heute nicht viel verändert. Im Buch kommen sie, sowie mehrere Menschen aus meinem Leben nicht vor, weil es eine Biografie von Gary und nicht von mir ist.
Schwierig zu sagen, was meine Eltern von dem Buch halten. Es war wohl etwas schockierend für sie, über mein Leben zu lesen. Immerhin sind ja Begebenheiten drin, die eine Tochter nie ihren Eltern erzählen würde.


Zum Buch: es endet in eher glücklichen Tagen mit Nick Drake und Gary Thain, wenige Jahre später waren beide tot. Ihr Roman endet da leider etwas plötzlich, ohne auf die folgenden Jahre einzugehen. Hatten Sie bis zum Schluss Kontakt zu beiden oder brach der Kontakt kurz nach Ende der Romanhandlung ab?

Natürlich hatte ich noch Kontakt zu beiden, ich war kurze Zeit mit Nick beisammen, als Gary der Erfolg mit Uriah Heep etwas zu Kopf gestiegen war, und ich war mit Gary bis zu seinem Tod zusammen, wir standen kurz vor unserem Umzug nach München, wo er ein Haus für uns gekauft hatte. Das Buch endet sozusagen mit dem Höhepunkt in Garys Karriere. Weitererzählt wird die Geschichte dann im 2. Teil des Romans.


Warum wird in Ihrem Buch denn gar nicht darauf hingewiesen, dass die Geschichte von Gary Thain, Nick Drake und Ihnen noch weitererzählt wird und das es ein zweites Buch geben wird? Und wie wird es heißen?

Durch das Weglassen meiner Einleitung im Buch ist das leider irgendwie untergegangen. Darin hätte ich darauf hingewiesen, dass ich so viel 'Stoff' zusammengebracht habe, dass es notwendig war, es auf zwei Bände aufzuteilen. Ich dachte, der Zeitpunkt, wo Gary es in eine Top Band schafft und den ersten Erfolg hat, ist gerade richtig, um mit dem ersten Band aufzuhören. Der zweite Band beschreibt dann seine Uriah Heep Zeit und das Jahr danach. Der Titel des zweiten Bandes wird wahrscheinlich "Saitenspiel" sein, welcher noch von Gary ausgesucht wurde.


Gary hat den Titel ausgesucht? Wie das denn?

Er hat ja gewusst, dass ich an seiner Biografie arbeite, ich habe schon zu seinen Lebzeiten damit angefangen, kurz nachdem er zu Uriah Heep kam. Ich war da so um die siebzehn.


War Uriah Heep für Gary Thain eigentlich bis zuletzt eher nur ein lediglich finanziell interessantes Engagement oder konnte er sich schließlich auch musikalisch mit dieser Band identifizieren?

Ursprünglich nur finanziell, dann war da natürlich die Tatsache, dass er plötzlich ein umjubelter Rockstar war auch sehr motivierend für ihn, in der Band zu bleiben. Musikalisch konnte sich Gary jedem Stil anpassen, die Musik von Uriah Heep war okay für ihn, wenngleich auch nicht seine Lieblingsmusik, das war nach wie vor eher Jazz und Blues.


Wie viel Einfluss hatte Gary überhaupt auf die Musik von Uriah Heep?

Schwer zu sagen, da sich ja auch die anderen Musiker von Uriah Heep stetig weiterentwickelt haben. Er hat sicher mit seinen Bassläufen für einen dichteren Sound gesorgt, er spielte außergewöhnliche Harmonien, leider sind die meistens im Lärm untergegangen. Ich habe ihn natürlich viele Male üben gehört, darum kann ich beurteilen, wie gut er wirklich war. Ich glaube, man kann schon sagen, dass er die Musik von Uriah Heep positiv beeinflusst hat, er hat ja auch einige Songs mitkomponiert.


War Ihrer Meinung nach der Einstieg bei Uriah Heep für Gary ein Fehler?

Manche seiner Freunde haben so gedacht, Miller Anderson und Nick Drake zum Beispiel, und auch Peter Dines, der Keyboarder von der Keef Hartley Band. Keef selbst hat mir gegenüber mal erwähnt, dass er es nie verstanden hat, warum Gary zu Uriah Heep gewechselt ist. Meiner Meinung nach war es finanziell einfach notwendig für Gary, die Band zu wechseln. Nach dem Rausschmiss von Miller Anderson war mit der Keef Hartley Band nicht mehr viel los, Gary war ständig pleite. Er musste einfach zugreifen, als ihm Gerry Bron den Job bei Uriah Heep anbot. Ein Fehler war es vielleicht insofern, dass sein Eintritt in Uriah Heep ihn in der Musikwelt zu einem "Popstar" abstempelte, und Angebote von anderen Bands ausblieben.


Wie viel haben Sie aus der Uriah-Heep-Zeit von Gary Thain mitbekommen? Hatten Sie je mit den damaligen Mitgliedern Hensley, Box, Byron und Kerslake persönlichen Kontakt?

Ich will dem zweiten Buch da nicht zu viel vorgreifen, soviel kann ich aber sagen, David Byron war noch am ehesten mit Gary befreundet, falls man es überhaupt so bezeichnen kann, ihn habe ich natürlich besser gekannt, zur Zeit bin ich noch in Kontakt mit Mick Box, den ich in Kürze treffen werde, um über den Inhalt des zweiten Buches zu sprechen.


Ohne zuviel über den Inhalt der Fortsetzung "Saitenspiel" zu fordern: hat Uriah Heep aus Ihrer Sicht damals Gary Thain im Stich gelassen oder gingen seine Drogesucht und seine körperlichen Probleme nach dem Stromschlag von Dallas wirklich so weit, dass er wirklich nicht mehr für die Band tragbar war? Hätte man diesen unfreiwilligen Abgang verhindern können?

Hier begebe ich mich aufs Glatteis... damals war ich wohl eher von Garys Sicht der Dinge beeinflusst, natürlich habe ich wie er geglaubt, die Band hätte ihn im Stich gelassen. Heute ist mir natürlich klar, dass damals alle ein Problem hatten, war das nun Alkohol oder Drogen, oder beides zusammen... Gary musste gehen, weil jemand John Wetton in der Band haben wollte, und die Gelegenheit war günstig, nachdem Gary sich ein paar Ausrutscher geleistet hatte... aber ich will nicht zuviel verraten, sonst liest ja keiner mehr den zweiten Band!


Gary Thain und Nick Drake waren wohl hervorragende Musiker. Vor allem die drei Alben von Nick Drake werden von Kritikern bis heute in den höchsten Tönen gelobt. Warum hat es Ihrer Meinung nach mit dem Erfolg nicht geklappt und ging Niclk letztlich daran zugrunde?

Bezüglich Nick Drake denke ich, die Welt war damals noch nicht reif für ihn, er war seiner Zeit weit voraus, was man auch über Garys Bassläufe sagen kann. Wer sich die Mühe macht, ganz genau hinzuhören, versteht, was ich meine.
Beiden gemeinsam war, dass sie Zeit ihres Lebens nicht wirklich die Anerkennung fanden, die sie verdient hätten, Nick für seine drei großartigen Alben, und Gary für seine außergewöhnlichen Bassläufe und auch für seine wenigen überlieferten Kompositionen. Zum Beispiel Garys Lied vom '72nd Brave' Album aus der Keef Hartley Zeit: Es ist im Lombardischen Rhythmus, er spielt Gitarre, Bass und singt. Allein schon wie er Gitarre spielt, zeigt von seinem universellen Können, man kann ihn nicht nur als Bassisten sehen, er war einfach ein Vollblutmusiker.
Zurück zu Nick: Ich glaube es kommt in meinem Buch ziemlich klar rüber, dass Nick, wie man so schön sagt, zu gut für diese Welt war. Er liebte die Natur; Freundschaft und Liebe standen bei ihm hoch im Kurs und er vermied es, Menschen zu verletzen, ja sogar schlecht über jemanden zu sprechen. Lieber sagte er gar nichts... was dann als depressiv ausgelegt wurde und von seiner Plattenfirma als Mythos aufgebauscht wurde.
Es klingt vielleicht hart, aber ich persönlich, und das war auch Garys Meinung, halte die Ärzte, die Nick drei verschiedene Anti-Depressiva zugleich verschrieben hatten, für schuldig, oder zumindest mitschuldig an seinem Tod, ich habe es miterlebt, wie ihn diese Pillen verändert haben, und sein Leben immer mehr den Bach runterging, je länger er sie einnahm. Natürlich hat er auch andere Drogen genommen, aber das letzte Jahr vor seinem Tod hat er nicht einmal mehr Hasch geraucht, nur mehr die verschriebenen Tabletten... Nick ging sicherlich nicht an seiner Erfolglosigkeit als Musiker zugrunde, sein Tod war für mich immer ein bedauerlicher Zufall. Abgesehen von seiner Familie kannte ich ihn wahrscheinlich am Besten, und eines weiß ich sicher, er hätte nie Selbstmord begangen, schon gar nicht zuhause, wo ihn seine Mutter finden musste. Er hat einfach versehentlich zu viele Tabletten geschluckt, und das war's dann auch...


Sind Gary Thain und Nick Drake letztendlich Opfer ihrer Drogensucht geworden? Und was wäre ohne Drogen wohl aus ihnen geworden?

Wie schon vorher erwähnt, ich denke nicht, dass Drogen das Hauptproblem waren. Als letzte Lebensgefährtin habe ich noch alle Dokumente von Gary, auch seinen Totenschein und den Obduktionsbefund, somit kann ich klar beweisen, dass Gary nicht an seiner Drogensucht gestorben ist. Leider hält sich das Gerücht, er sei an einer Überdosis Heroin gestorben hartnäckig.


Und woran starb er dann?

Die Umstände seines Todes werden im zweiten Teil der Biografie ausführlich behandelt.


Denken Sie, dass Gary Thain und Sonja Wagner noch heute ein Paar wären, wenn Gary nicht gestorben wäre?

Ja, da bin ich mir ziemlich sicher.


Gab es einen bestimmten Anlass, jetzt nach so langer Zeit die Geschichte von Gary, Nick und Ihnen niederzuschreiben?

Nun, nach Garys Tod hörte ich auf an der Biografie zu arbeiten. Erst viele Jahre später, so um 1995 nahm ich die Arbeit daran wieder auf, vor allem der viele Unsinn der im Internet über Gary und später dann auch über Nick zu lesen war, war eine starke Motivation, ihr wirkliches Leben sozusagen ans Licht zu bringen. Garys Mutter hat mich auch sehr darin unterstützt.


Apropos Garys Mutter: in Ihrem Buch gibt es ein Bild von Ihnen mit der Mutter von Gary vor dessen Elternhaus. Können Sie uns Näheres über Ihren Kontakt zu Garys Familie erzählen? Gab es diesen auch schon zu Lebzeiten von Gary oder erst später? Haben Sie heute noch Kontakt?

Zu Garys Lebzeiten hatte ich keinen Kontakt zu Garys Familie, er selber war auch nur zweimal drüben in Neuseeland. Damals war es ja nicht so einfach wie heutzutage. Obwohl, der 24-Stunden Flug dort hinunter ist auch heute noch eine Zumutung! Ich fliege so alle paar Jahre mal hinunter und besuche Joy Thain, Garys Schwägerin, die eine meiner besten Freundinnen ist, dann besuche ich noch Garys Tochter und ihre Familie, die kommen auch mich besuchen, wenn sie in Europa sind. Das letzte mal haben wir uns gesehen, als sie mich voriges Jahr zu meinem Geburtstag besuchten.
Zu Garys Mutter hatte ich guten Kontakt, leider hat sich das geändert, als ich mich weigerte, die Drogen aus dem Buch rauszulassen, was ja auch ziemich unglaubwürdig gewesen wäre, oder? Garys Mutter ist nun fast taub und lebt in einem Altersheim, aber ich habe alle ihre Briefe aufgehoben, die sie mir im Laufe der Jahre geschrieben hat.


Garys Tochter? Wer ist denn die Mutter?

Garys Tochter heißt Karen und lebt in Neuseeland. Sie wurde geboren, als Gary schon in Europa war. Ihre Mutter will nicht genannt werden.


Und wo wir gerade beim Thema Kinder sind: was ist eigentlich aus der Schwangerschaft von Gisela geworden, die zwischendurch im Buch erwähnt wird?

Keine Ahnung, ich weiß nicht einmal, ob das Kind geboren wurde, beziehungsweise was aus ihm geworden ist.


Können Sie uns denn erzählen, was aus Garys Ehefrau Maureen und Gisela geworden ist?

Maureen hat bloß zwei Jahre mit Gary mehr oder weniger, eher weniger, zusammengelebt, war aber zum Zeitpunkt seines Todes auf dem Papier noch immer mit ihm verheiratet. Sie hat nach seinem Tod ihren damaligen Freund geheiratet, hat zwei nun schon erwachsene Söhne mit ihm, ist mittlerweile geschieden und lebt irgendwo im Norden von England.
Von Gisela habe ich keine Ahnung, es würde mich aber schon auch irgendwie interessieren, nun vielleicht liest sie das Interview und meldet sich mal bei mir... alles ist möglich, oder?


Apropos Söhne... einer ihrer Söhne ist doch von Gary, oder?

Sorry, dazu möchte ich nichts sagen, ich möchte keines meiner Kinder "öffentlich" machen.


Haben Sie auch heute noch Keef Hartley- oder Uriah Heep-Alben mit Gary Thain im Schrank?

Sicher! Ich habe noch alle Platten, die Gary je eingespielt hat, angefangen von den Strangers, den Secrets, Keef Hartley, Uriah Heep, Miller Andersons 'Bright City' und Martha Velez 'Friends and Angels', wo Gary auch Bass gespielt hat. Gerade kürzlich ist eine limitierte LP von der Schweizer Firma "Feathered Apple Records" die sich 'Uncovered New Nadir & Me and the Others' nennt, rausgekommen. Und natürlich habe ich auch einige Bootlegs von Uriah Heep, hauptsächlich aus Japan.


Zurück zum zweiten Buch, über Garys Uriah Heep Zeit, wann wird es voraussichtlich erscheinen?

Es ist noch nicht ganz fertig, ein paar Kleingkeiten fehlen noch. Außerdem bin ich mit der PR Abteilung meines jetzigen Verlages nicht ganz zufrieden, ich bin also auf der Suche nach einem Verlag, der den zweiten Band herausbringt. Ich denke die Story hat Potential und hoffe, dass sich der richtige Verlag dafür findet, der auch was dafür tut, dass es unter die Leute gebracht wird.


Schreiben Sie auch noch an anderen Büchern, oder sind Sie auf Biografien spezialisiert?

Ich schreibe auch Gedichte, leider noch nicht genug für ein Buch oder Büchlein, zur Zeit schreibe ich an einem Krimi, aber nur so nebenbei, lieber arbeite ich an meinem eher lustigen Tatsachen-Report über ein paar Single-Frauen in einer von Männern dominierten Firma.


Sie haben die Buchbewertung gelesen, möchten Sie dazu etwas sagen?

Na ja, da gibt es schon ein paar Kleinigkeiten. Vor allem möchte ich darauf hinweisen, dass es sich bei dem Buch absolut um keine Fiktion handelt, sondern um eine ernsthafte, wenn auch teilweise humorvolle Biografie, was übrigens aus Graeme Chings Vorwort deutlich hervorgeht.
Ebenso sagt der Buchrückentext... wenn ich mal einen Ausschnitt zitieren darf: "....runden dieses ehrliche Portrait ab."
Leider hat mir der Verleger das 'Vorwort der Autorin' ausgeredet, worin ich erklärt hätte, dass das Buch in Romanform ist, damit es sich besser lesen lässt, und ich nur Fakten aus erster Hand verwendet habe, z.B. Erzählungen von Gary, Nick, und unter anderem Miller Anderson, Keef Hartley, Maureen, Garys Mutter, David Byron, Peter Dines, Dave Chapman und seiner Frau, Paul Muggleston, Joy Thain, soweit ich selber nicht anwesend war.
Ich habe mich bemüht, die direkte Rede so authentisch wie möglich zu zitieren. Ich habe nur Fakten und Ereignisse in die Biografie aufgenommen, die ich auch beweisen kann, z.B. durch Tonbänder, Tagebücher, Briefe, Interviews mit Zeugen, Dokumente und so weiter...


Eine letzte Frage: haben Sie den Pulli von Seite 273 noch, den Sie ja aufheben wollten, bis Sie uralt sind?

(Lacht) Klar doch, und auch noch ein paar andere Sachen von Gary und Nick... nicht vieles, aber ein paar Dinge, die mir nach wie vor viel bedeuten, weil sie eine 'Geschichte' haben.


Frau Wagner, vielen Dank für dieses Gespräch, vielleicht können wir uns ja nach dem Erscheinen des zweiten Teils nochmals unterhalten. Wir sind sehr gespannt!



Jürgen Weber


Zurück zur Artikelübersicht