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Keyboard-Crusader Rick Wakeman legt die Maske ab

Info

Autor: Dan Wooding

Titel: The caped Crusader. Rick Wakeman in the 1970s

Verlag: Gonzo Media Group

ISBN: 978-1-908728-30-2

188 Seiten

The caped Crusdader ist keine Neuerscheinung, sondern die Neuauflage eines Buches von wahrscheinlich 1978, möglicherweise sogar ein reiner Reprint. Von Überarbeitungen ist keine Rede. Es gibt nicht einmal eine neue Einleitung. Und auch das Vorwort von Elton John stand schon vor 34 Jahren in dem Buch.

Zeitlich deckt die Biographie die Jahre bis zur Veröffentlichung von Going for the One ab und damit bis zur ersten Wiedervereinigung von Yes und Rick Wakeman. In der Darstellung treten Yes allerdings deutlich in die zweite Reihe. Natürlich werden die großen Erfolgsalben der ersten Wakeman-Phase von Yes und das umstrittene Doppelalbum Tales from topographic Ocerans behandelt. Aber Schwerpunkt ist eindeutig der Solokünstler Rick Wakeman, seine Alben und Projekte. Etwas merkwürdig, dass das grandiose 3-fach Live-Album Yessongs noch nicht einmal in einem Nebensatz erwähnt wird.

Natürlich ist das völlig unaktuell - und dann auch noch in (gut lesbarem) Englisch. Lohnt sich ein Kauf also? Eindeutig ja! Zum einen sind die hier dargestellten Jahre die Jahre, die Rick Wakeman zu einer der ganz großen Legenden der Rockgeschichte gemacht haben. Das kann man weder von seinen späteren Yes-Alben, und schon gar nicht von den Esoterik-Wellness-Alben sagen, die er später veröffentlicht hat.

Zum anderen ist Autor Dan Wooding nicht irgendwer, sondern der Journalist, der lange bevor Wakeman Rockstar wurde, als erster ein Interview mit ihm machte und im Laufe der Zeit wohl mehr Freund als Medienpartner wurde. Das mag einer der Gründe dafür sein, dass der „Crusader“ immer wieder die Maske fallen lässt, über seinen Glauben redet und eigene Fehler und Schwächen eingesteht. Im Zusammenhang der Reunion für Going fort he One macht er nicht nur einfach die Egos der Yes-Musiker für das erste Auseinanderbrechen der Band verantwortlich, sondern bekennt auch offen, er sei wohl derjenigen gewesen, der es am nötigsten gehabt hätte, erwachsen zu werden.

Ein großes Verdienst des Buches ist es auch, dass es nicht nur den Musiker Wakeman zeigt, sondern ohne in Yellow Press Niederungen hinabzusteigen auch das Privatleben des Familien-Vaters und Autosammlers.

Norbert von Fransecky


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